Das
Leben
Buchempfehlungen
George A. Akerlof und Robert J. Shiller: "Phishing
for Fools ‒
Manipulation und Täuschung
in der freien Marktwirtschaft"
September 2016, ISBN-139783430202060
Die US-amerikanischen Autoren Akerlof (Nobelpreis für Wirtschaft 2001) und Shiller (Nobelpreis für Wirtschaft 2013) erklären in ihrem Buch, wie in allen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft mit psychologischen Methoden Abzocke und Geldschneiderei betrieben wird.
Seit Adam Smith ist eine der zentralen Thesen der Wirtschaftswissen-schaften, dass freie Märkte und freier Wettbewerb die besten Voraussetzungen für allgemeinen Wohlstand sind. Akerlof und Shiller argumentieren dagegen, dass Märkte nicht von sich aus gutartig sind und sich auch nicht immer die besten Produkte durchsetzen.
Anhand von zahlreichen Fallbeispielen zeigen sie, wie wir verleitet werden, mehr Geld auszugeben, als wir haben; wie wir von Werbung stärker beeinflusst werden, als wir glauben; warum wir oft zu viel bezahlen und wie massiv die Politik durch Wirtschaft beeinflusst wird.
Original: "Phishing for Phools - The Economics of Manipulation and Deception" (Juli 2016, ISBN 9780691173023).
This book explores the central role of manipulation and deception in all areas of life in fascinating details.
We wrote this book as admirers of the free-market system, but hoping to help people better find their way in it. The economic system is filled with trickery,
and everybody needs to know that. We all have to navigate this system in order to maintain our dignity and integrity, and we all have to find inspiration to go on despite craziness all around us.
We wrote this book for consumers, who need to be vigilant against a multitude of tricks played on them.
We wrote it for businesspeople, who feel depressed at the cynicism of some of their colleagues and trapped into following suit out of economic necessity.
We wrote it for government officials, who undertake the usually thankless task of regulating business. We wrote it for the volunteers, the philanthropists, the opinion leaders, who work on the
side of integrity. And we wrote it for young people, looking ahead to a lifetime of work and wondering how they can find personal meaning in it. (From the
Preface)
Hans
Jürgen Eysenck: "Die
Ungleichheit der Menschen –
Ist Intelligenz erlernbar?"
Orion-Heimreiter-Verlag, Kiel 1984, ISBN 3-89093- 100-6
Aus dem Englischen von Horst Dieter Rosacker. Original:
"The inequality of man", Verlag Maurice Temple Smith, London 1973
Seitdem
die menschliche Intelligenz durch den IQ messbar wurde, reißen die Diskussionen darüber nicht ab, ob Intelligenz von Erziehung abhängig ist oder ob sie genetisch bedingt ist. Der Autor
untermauert die These, dass menschliche Intelligenz überwiegend ererbt und angeboren ist und durch das Milieu nur geringfügig beeinflusst werden kann. Er stützt die Behauptung auf eine Fülle von
empirischen Untersuchungen.
Die Folgerungen ‒ nicht nur für die Bildungspolitik ‒ sind einschneidend und haben bereits zu heftigen Reaktionen bei jenen Milieu-Theoretikern geführt, denen ihre
liebgewordenen Vorurteile wichtiger sind als wissenschaftliche Tatsachen.
(Rückseitentext)
Siehe auch Hans J. Eysenck: The Structure and Measurement of Intelligence - 1979
James J. Gibson: "Wahrnehmung und Umwelt - Der ökologische Ansatz in der visuellen Wahrnehmung",
Urban & Schwarzenberg, 1982, ISBN 3-541-09931-3,
Übersetzt von Gerhard Lücke und Ivo Kohler
Die Erforschung des Sehens ist eine eigenartige und überraschungsreiche Beschäftigung. Ich habe mir an die fünfzig Jahre den Kopf über die vielen Rätsel, die es aufgibt, zerbrochen. Früher nahm ich an, daß der Weg zu seinem Verständnis über das führen müßte, was allgemein anerkannt ist, über die Physik des Lichtes, die Abbildung auf der Netzhaut, die Anatomie und Physiologie des Auges und des Gehirns und daß man alles dies zu einer Theorie der Wahrnehmung zusammenfassen müßte, die durch Experimente geprüft werden kann. Doch je mehr ich mich in die Physik, in die Optik, in die Anatomie und Physiologie des Sehens vertiefte, um so rätselhafter wurde die Sache. Die Fachleute in diesen Wissenschaften schienen sich sicher zu sein, daß sie die Geheimnisse des Sehvorganges schließlich lichten könnten, das aber nur deshalb, so fand ich, weil sie die ganze Komplexität dieses Gebietes nicht wirklich begriffen.
Physik, Optik, Anatomie und Physiologie beschreiben Fakten, aber nicht solche, die auf einer für das Studium der Wahrnehmung ausreichend hohen Stufe stehen. Im vorliegenden Buch habe ich nun versucht, den Sehvorgang in anderer, neuer Weise zu beschreiben. Diese Art wird ungewohnt sein und ist auch noch nicht vollständig ausgereift, doch liefert sie neue Ansätze zur Lösung der alten Rätsel. (Aus dem Vorwort)
Jeremy Rifkin: "entropie - ein neues Weltbild",
Hoffmann und Campe, 1982, ISBN 3-455-08712-4
Aus dem Amerikanischen von Christa Falk und Walter Fliss
Hoffnung ist das Gefühl, das Ersehnte erreichen zu können. Dieses Buch handelt von der Hoffnung, die dann aufkeimt, wenn Illusionen zerstört werden.
Einer Zivilisation, die mit dem modernen Bild einer Zukunft ohne physische Zwänge und materielle Grenzen aufgewachsen ist, werden die Auswirkungen des Entropiegesetzes zuerst ernüchternd, ja sogar düster erscheinen: Denn dieses Gesetz definiert die äußersten physikalischen Grenzen, die unserem Handlungsraum gesetzt sind.
Wenn wir fortfahren, die Wahrheit des Entropiegesetzes zu ignorieren und die Rolle, die es für die Festlegung des allgemeinen Kontextes. in dem sich unsere Welt entfaltet, spielt, werden wir das nur unter dem Risiko unserer eigenen Auslöschung tun können.
Nach der Lektüre dieses Buches werden einige weiter daran zweifeln, daß es physikalische Grenzen gibt, die dem menschlichen Handeln in der Welt Schranken setzen. Andere aber werden nur den Schluß ziehen, daß das Entropiegesetz ein gewaltiges kosmisches Gefängnis darstellt, aus dem es kein Entkommen gibt. Und schließlich wird es jene geben, die im Entropiegesetz die Wahrheit sehen, die uns befreien kann. Die erste Gruppe wird um jeden Preis versuchen, das existierende Weltparadigma aufrechtzuerhalten. Die zweite Gruppe wird ohne Perspektive leben. Die Menschen der dritten Gruppe aber werden die Vorboten des neuen Zeitalters sein. (Vorbemerkung des Autors, Seite 11)
»Rifkin gibt unumwunden zu, daß man das Entropiegesetz sowohl intellektuell als auch intuitiv begreifen muß. Es ist schon fast ein Klagelied, zu fordern, daß dieses Buch unbedingt gelesen werden muß. Rifkin hat absolut recht, wenn er verlangt, daß wir nicht mehr als den uns zustehenden Teil an den Energievorräten der Welt verbrauchen dürfen, damit nachfolgende Generationen auch noch eine Zukunft haben« (The New York Times)
»Rifkin ist es hervorregend gelungen, das Entropiekonzept verständlich zu erklären und seine Wirkung in einer Reihe von Bereichen - vom Bildungs- und Gesundheitswesen bis hin zur Energiepolitik - anschaulich darzustellen, Darüber hinaus ist dieses Buch eine gut geschriebene, logisch aufgebaute Attacke gegen das konventionelle Denken, die jeden wichtigen Aspekt berücksichtigt.« (Business Week)
Eric Rayner: "Dynamik des Lebens – Wachstum, Reife und
Alter",
Paul List Verlag, 1973, ISBN 3-471-66542-0
Aus dem Englischen von Wolfgang Schmidbauer
Eric Rayner, 1926 in London geboren; erst Marineoffizier, dann Studium der Psychologie in London, Forschungen auf dem Gebiet intellektueller Entwicklung von Kindern und Erwachsenen. Wandte sich klinischer Psychologie zu. Mitautor eines Films über "Spiel und Persönlichkeit", psychoanalytische Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen, Vorlesungen über Entwicklungspsychologie am Croyden Technical College. Heute Privatpraxis als Psychotherapeut. (Rückseitentext)
Als Wegweiser durch den Dschungel der Probleme, die uns durch unser Leben
begleiten, versteht sich dieses Buch. Der Autor, Psychologe und praktizierender Psychotherapeut, wendet sich dabei an alle, die sich ‒ auf dem Weg zum besseren Verständnis ihrer selbst, ihrer
Kinder und ihrer Umwelt ‒ erstmals informieren wollen. Und er spricht diejenigen an, die ihre Kenntnisse vertiefen möchten.
Fallskizzen aus der Praxis erläutern das theoretische Konzept, so daß jede Lebensphase durchleuchtet wird, handle es sich etwa um frühe Kindheit, Jugend, Berufsfindung, Liebe, Heirat, Eltern-Sein
und die Erfahrungen der Reife.
Das Buch ist hilfreiche Lektüre für jedes Lebensalter. Gründlichkeit und Distanziertheit gehören zu seinen Vorzügen. Alle Begriffe werden erläutert.
Rayner betont, daß der Weg zum Verständnis individueller Erfahrungen über Selbst-Verständnis und das Verstehen der Umwelt führt. Nicht nur für uns, sondern mit uns fördert er die Muster
menschlicher Entwicklung zutage, deren Verständnis uns das Leben erleichtern wird. (Vorspann)
Zum Gedenken an den
unvergleichlichen Binokular-Pionier
Hans-Joachim Haase
03.07.1915 - 20.12.2001
